Steven Seagal erhält russische Staatsbürgerschaft von Wladimir Putin

Der Weg des russischen Kriegers

Der Amerikaner Steven Seagal ist der einzige Aikidoka, der es auf der Leinwand zum Filmstar gebracht hat. Bekannt wurde er mit Blockbustern wie „Nico“ (1988), in denen er sein Kampfkunsttalent zur Schau stellte. Mit der Zeit wurde sein Glanz etwas blasser, genauso wie seine kämpferischen Fähigkeiten. Er ist jedoch regelmäßig in den Nachrichten als politischer Konservativer und mit anderen faszinierenden Tatsachen zu sehen. Seagals Beziehung zu Russland ist eine davon. Es fing alles damit an, als er stereotype russische Schläger in Filmproduktionen in Russland spielte und dabei eine langjährige Freundschaft mit Wladimir Putin aufbaute. Diese Handlung könnte so direkt aus einem Film von Steven Seagal selbst stammen. Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, verlieh Putin dem Actionstar Anfang 2016 die russische Staatsbürgerschaft und übergab ihm in Moskau seine neue doppelte Staatsbürgerschaft. Damit festigten die beiden Männer die jahrzehntelange Freundschaft.

Seagal begann als Aikido-Lehrer in Japan, bevor er in den 1970ern nach Los Angeles zog und Kampfkunsttrainer in Hollywood wurde. Zu diesem Zeitpunkt brach er versehentlich Sean Connerys Handgelenk während der Produktion von „James Bond: Sag niemals nie“. Kurz darauf wurde er selbst Schauspieler. Er wird seither für die gewöhnlich russischen Figuren gefeiert, die er oft in seinen Filmen porträtiert. Es ist nicht schwer, auf YouTube Videos von ihm zu finden, in denen er auf Russisch flucht. Er wird auch immer als „Steven Seagull“ im Action-Thriller „The Shallows“ im Gedächtnis bleiben.

Laut der Washington Post ist Seagal schon seit Jahren ein Unterstützer von Putin und nannte ihn einst „einen der größten Weltführer, wenn nicht sogar den größten lebenden Weltführer“. Die beiden verbindet die Kritik darüber, wie Moskau auf der politischen Weltbühne betrachtet wird, und ihre gemeinsame Liebe zu den Kampfkünsten: Putin ist Judoka. Der Kreml verkündete prompt Seagals neuen Staatsbürgerstatus. Er wurde dann nach Moskau eingeladen, um seine Dokumente persönlich zu erhalten. Gegenwärtig beschäftigt Seagal ein anderer Kampf gegen die #Metoo-Bewegung.