Seit dem 1. Januar 2017 hat sich das MMA-Regelwerk grundlegend geändert. Die Regeländerungen erlauben einige neue Techniken für beide Kontrahenten. Hier sind einige der Regeländerungen aufgeführt:

Fersentritte in die Nieren

Diese Technik wurde ursprünglich verboten, als die einheitlichen Regeln im Jahr 2000 in Kraft traten. Fersentritte zu den Nieren sind nunmehr kein Foul mehr. Schiedsrichter müssen jedoch besonders darauf achten, dass Fersenkicks nicht die Wirbelsäule treffen.

Greifen des Schlüsselbeins

Diese Technik ist kein Foul mehr. Von allen Regeländerungen scheint diese am wenigsten wahrscheinlich zu sein, einen Kampfhergang zu beeinflussen, da sie auch davor in einem MMA-Kampf selten durchgesetzt wurde.

Finger in Richtung der Augen des Gegners ausstrecken

Viele Kämpfer strecken ihre Hände mit ausgestreckten Fingern aus, um Abstand zu gewinnen. Ihre Gegner werden oft unverhofft dabei ins Auge gestochen. Kämpfer könnten daraufhin Netzhautablösungen erleiden – eine ernste Verletzung, welche die Karriere gefährden könnte. Die Regeländerungen umfassen:

  • Kämpfer, die ihre Finger ausstrecken und das Gesicht ihres Gegners damit berühren, werden vom Schiedsrichter gewarnt.
  • Der Kampf kann aber muss nicht vom Schiedsrichter gestoppt werden, um den Kämpfer zu warnen.
  • Nach mehrmaliger Verwarnung kann der Kämpfer Punkte verlieren
  • Kämpfer können auch für ein wiederholtes Foul dieser Art disqualifiziert werden.

Kampf am Boden

Bisher galt ein Kampf, bei dem einer der Kontrahenten mit mehr als zwei Füßen den Boden berührte, als Bodenkampf. Damit war dem Angreifer nicht erlaubt, mit einem Knie- oder Kopftritt anzugreifen. Im Laufe der Jahre führte dies dazu, dass viele Kämpfer eine Hand auf den Boden behielten, was ihre Gegner davon abhielt, einen legalen Angriff zu landen. Die neuen Regelungen sind:

  • Ein Kampf gilt nur als Bodenkampf, wenn sowohl beide Hände als auch beide Füße den Boden berühren.
  • Kämpfer, die mit nur einer Hand den Boden berühren, können ins Gesicht oder mit dem Knie getreten werden.
  • Der Gegner kann auf eine einzelne Hand auf der Matte treten, da die Regeln des Bodenkampfes nicht gelten.