Auf dieser Seite erfahren Sie Wissenswertes über Bushido, den Ehrenkodex der Samurai. Doch zuerst eine kurze Definition des Begriffes und die überlieferten Prinzipien.

Was ist Bushido?

„Bushido“ leitet sich von den japanischen Begriffen „bushi“ für Krieger und „do“, der Weg, ab – „Weg des Kriegers“. Es war der Verhaltenskodex der Samurais im feudalen Japan, der bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Die Grundsätze von Bushido betonen Ehre, Mut, Genügsamkeit, Geschicklichkeit in den Kampfkünsten und absolute Loyalität gegenüber dem Herren des Samurais. Es ähnelt damit den Werten der Ritter im feudalen Europa.

Die Prinzipien

Bushido ist vielmehr ein ethisches Wertesystem als ein religiöses Glaubenssystem. Die Krieger würden mit Ehre und Loyalität leben und sterben, in dem Wissen, dass sie wahrscheinlich nach ihrem Tod in der buddhistischen Version der Hölle enden würden. Eine typische Liste der Tugenden im Bushido beinhaltet Rechtschaffenheit, Mut, Wohlwollen, Respekt, Aufrichtigkeit, Ehre, Loyalität und Selbstbeherrschung.

Loyalität bis zum Tod

Der ideale Samurai-Krieger durfte keine Angst vor dem Tod haben. Nur die Furcht vor Schande und die Loyalität gegenüber seinem Daimyo (dem Lehnsherren) motivierte einen wahren Samurai. Wenn ein Samurai seine Ehre verloren hatte, konnte er seinen Status wiedererlangen, indem er eine ziemlich schmerzhafte Form des rituellen Selbstmordes (Seppuku) beging. Während westliche Verhaltensregeln Selbstmord ablehnten, wurde er im feudalen Japan als der höchste Beweis von Mut betrachtet. Ein Samurai, der Seppuku verübte, würde nicht nur seine Ehre zurückgewinnen, er konnte dadurch sogar an Ansehen gewinnen, da er dem Tod gelassen begegnete. Auch die Frauen und Kinder der Samurais wurden unter Umständen mit dem Tod durch Seppuku konfrontiert.